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Ministerpräsident Weil zu Gast in Nörten-Hardenberg

Gräflicher Landsitz Hardenberg - KeilerSchänke

Nörten-Hardenberg. Mehr als 100 Projektideen seien schon entwickelt, zwölf Vorhaben bereits genehmigt und dafür 7,7 Millionen Fördermittel bewilligt worden. „Dies ist ein guter Start unseres Südniedersachsen-Programms“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitag in Nörten-Hardenberg.

Ein Jahr nach dem offiziellen Startschuss des Programms, das bis 2020 mindestens 100 Millionen Euro in die Region fließen lassen soll (50 Millionen vom Land, 50 Mio. von der EU), zog der Landeschef vor 240 Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft im Atrium des Gräflichen Landsitzes eine erste Zwischenbilanz.

Der Motor für die Region ist angesprungen“, sagte Weil. Allein für das laufende Jahr 2016 befänden sich zusätzlich Projekte mit einem Investitionsvolumen von 70 Millionen Euro in der Prüfung, von denen ein Großteil realisierbar erscheine. Eine Aufstockung des Programms, wenn die Mittel verbraucht seien, schloss er nicht aus. „Wenn es weiter tolle Projekte gibt, dann wird es auch mehr Geld geben.“ Die 100 Millionen Euro seien als Mindest-Zielmarke ausgeschrieben gewesen.

Als gelungene Beispiele aus den bereits bewilligten Projekten nannte der Ministerpräsident den Breitbandausbau, bei dem Südniedersachsen landesweit dank des Programms die Nase jetzt ganz vorn habe, spannende Ideen im Bereich Mobilität, darunter die Reaktivierung der Bahnstrecke Einbeck-Salzderhelden, und den gegründeten südniedersächsischen Innovationscampus. Letzterer soll kleineren Unternehmen durch Kooperation mit Hochschulen Innovationen ermöglichen.

Opposition spricht von Mogelpackung

Kritik an der positiven Bilanz der Landesregierung über das Südniedersachsen-Programm üben hingegen die Oppositionsparteien im Landtag. Sie sprechen von einer Mogelpackung, da viele Projekte schon aus der Zeit vor 2013 stammten und auch ohne das Programm realisiert beziehungsweise aus anderen Töpfen gefördert worden wären. 

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