Events in herausfordernden Zeiten – bestimmt Corona unser Leben?

Seit der Virus in unser aller Leben getreten ist und quasi das Kommando übernommen hat, erleben wir absolut herausfordernde Zeiten. Es gibt häufig wechselnde Einschätzungen der Lage, wir erleben Verbote und Gebote – aber alle im Sinne der Gemeinschaft. Schließlich möchten wir niemanden verlieren, ob es die Älteren in der Gesellschaft sind, die gesundheitlich Angegriffenen oder ein gesunder Mensch, der sich mit dem neuen Corona-Virus infiziert und aus der Mitte herausgerissen wird. Nach und nach ergeben sich Lockerungen in all den Maßnahmen – aber wir müssen aufpassen, dass bei allem Augenmerk auf die Wirtschaft der wichtige Bereich von Kunst und Kultur nicht vergessen wird. Im Besonderen soll es hier um Veranstaltungen im Bereich der Gartenfestivals der Member des ALLODIEN German Castle Clubs gehen – denn hier gibt es derzeit nur Absagen, die teilweise hinsichtlich der bereits erfolgten Lockerungen nicht auf Verständnis stoßen. Hier möchten wir Klarheit.

Darum hat der ALLODIEN German Castle Club eine Vorlage mit Argumenten für die Neubewertung von Großveranstaltungen in Zeiten von Corona insbesondere im Hinblick auf Gartenfestivals erarbeitet. Diese kann von allen genutzt werden – denn, wir sollten möglichst in großer Zahl an die Entscheider in der Politik herantreten. Bitte seien Sie dabei und wenden auch Sie sich an Ihre Bundestags- und Landtagsabgeordneten und an die Wirtschaftsministerien.

Teilen Sie entsprechende Forderungen auf Facebook und auf Ihren Webseiten. Betonen Sie dass wir alle uns selbstverständlich verantwortungsbewusst und korrekt verhalten wollen. Kontaktieren Sie auch Ihre Kunden und Freunde, dass auch sie in dieser Richtung tätig werden. Es droht ansonsten die Gefahr, dass alles andere gelockert wird, und nur unsere Veranstaltungen bis zuletzt betroffen sind.

Hier der Aufruf, den Sie auch noch einmal als Dokument im Download-Bereich zu Ihrer Verwendung finden:

Dringender Appell an alle Entscheider von Bund und Ländern in der Corona-Krise!

Wir sind Veranstalter und Aussteller verschiedener Gartenfestivals. Diese Festivals tragen seit mehr als 20 Jahren zur kulturellen Belebung der Veranstaltungslandschafts Deutschlands bei. Von diesen Festivals sind deutschlandweit Tausende von Ausstellern, Künstler, Musiker, Zeltbauer, Gastronomen, Eventtechniker, Hotels etc. abhängig. Die Festivals finden zumeist in großen Schlossparks von 20.000 bis 80.000 m2statt.

Das pauschale Verbot von Großveranstaltungen, welches in den einzelnen Bundesländern zudem uneinheitlich bewertet wird, benachteiligt viele Tausend Betriebe und bringt diese zum Erliegen. Wir bitten Sie daher dringend, eine Neubewertung von Großveranstaltungen vorzunehmen und plädieren zudem für eine einheitliche Behandlung aller Branchen.

Es gibt einige Besonderheiten, die Gartenfestivals von Großveranstaltungen wie großen Volksfesten mit riesigen Bierzelten, Fußballspielen, Popkonzerten usw. unterscheiden: 

  • Gartenfestivals finden im Freien statt. Bei der Überlegung der Genehmigung von Veranstaltungen muss deshalb an erster Stelle die Unterscheidung von Innen- und Außenveranstaltungen stehen.
  •  Bei unseren Veranstaltungen werden Besucherzahlen zwischen 5.000 – 12.000 erwartet. Diese verteilen sich auf 3 Tage und hier pro Tag auf 2 oder 3 Durchgänge, so dass sich Zeitgleich weitaus weniger, sicherlich höchstens 2.000 Personen im Gelände aufhalten. Eine Besuchersteuerung ist in den Schlossparks z.B. in Form von Einbahnstraßenregelungen möglich.
  • Es darf bei der Genehmigungsfrage nicht ausschließlich auf die bloße Besucherzahl abgestellt werden. Es muss hierbei auch die Zahl der Besucher in ein Verhältnis zur Größe des Veranstaltungsgeländes gesetzt werden. Es ist ein Unterschied, ob in einem Gelände von 1.000m² sich 1.000 Personen aufhalten oder ob sich die gleiche Personenzahl in einem Schlosspark mit einer Fläche von vielleicht 8.000 – 80.000m² bewegen.
  • Die Untersagung der Veranstaltung als solche stellt einen massiven Eingriff in die Berufsausübung dar und muss das letzte Mittel sein. Gibt es weniger beeinträchtigende Möglichkeiten, haben diese Vorrang. Es muss deshalb zumindestens in Einzelfallentscheidungen zu prüfen sein, ob man Gartenfestivals zulassen kann, hier können maßgeblich nur die anzuwendenden Regeln für Hygiene und Abstand sein. Veranstalter von Gartenfestivals dürfen nicht schlechter gestellt werden als Betreiber von Baumärkten und Möbelhäusern und anderen Einkaufszentren. Sie müssen vielmehr auch die Möglichkeiten erhalten, die neuen Regeln umzusetzen und diesbezüglich neue Sicherheitskonzepte für die einzelnen Events vorzulegen. Es ist dabei zu beachten, dass die Herstellung der Sicherheit in großen Parks leichter ist als in Indoor-Märkten.
  • Wir fordern deshalb dringend die Gleichbehandlung aller Branchen einzuführen. Es darf keine willkürliche Einstufung in systemrelevant und irrelevant mehr geben. Es muss allen Betrieben ermöglicht werden, die Regeln für Hygiene umzusetzen, um weiter wirtschaften und überleben zu können.

Unter den jetzigen Verhältnissen werden wir nachhaltige, nicht wiedergutzumachende Verluste in unserer Kulturlandschaft erleben.

Darum – helfen Sie mit, jede Stimme, jede Mail und jeder Post bei den Sozialen Medien zählt!